Gaerten
Die südlichen Gärten. Phönix im Hintergrund.

25.05.1934:
Eintragung der geänderten Satzung in das Vereinsregister unter dem geänderten Namen "Kleingärtnerverein Sonnenblick e.V. im Reichsbund der Kleingärtner und Kleinsiedler Deutschlands e.V."

1935/36:
Gartenland musste für den Bau des Schnettkerweges, der früheren St. Avold-Straße, abgegeben werden.

Ab 1938:
Beginn der Arbeiten zum Ausbau der südlichen Fahrbahn des Hindenburgdammes (heutiger Rheinlanddamm). Obwohl dieses Bauvorhaben infolge des Kriegsausbruchs 1939 nicht mehr zur Durchführung kam, führte es – wie auch schon die früheren Maßnahmen – zu weiteren erheblichen Reduzierungen der damaligen Kleingartenanlage Sonnenblick.

1938:
Nach ständigen Interventionen des Vorstands wies die Stadt Dortmund dem Verein als Ausgleich für die geräumten Flächen das Gelände zwischen dem Bolmker Weg und dem Kleingartenverein "Bolmketal" zu, auf dem sich heute noch unsere Kleingartenanlage befindet. Von diesem 350,0 Ar großen Gelände gehörte damals nur ein Teil der Stadt Dortmund. Weitere Teile gehörten der Erbengemeinschaft Brügmann in Dortmund und dem Erben Jost, genannt Lindemann, in Elberfeld. Die Erben Jost waren Eigentümer der sogenannten Pastorenwiese. Vereinsmitglieder, die ihren Garten in der alten Anlage abgeben mussten, bekamen jetzt die Möglichkeit, sich hier am Bolmker Weg einen neuen Garten anzulegen. Einige auf diesem Gelände bereits ansässige Kleingärtner 
bearbeiteten dort ihr "Grabeland". Diese Gärten wurden in die neue Anlage einbezogen. Das Garten und Friedhofsamt begann mit der Vermessung und dem Ausbau der Wege, erstellte die äußere Einfriedung und baute eine Wasserleitung mit zehn Zapfstellen. Die Kleingärtner mussten dabei mit vielen Stunden Gemeinschaftsarbeit helfen. Durch weiteren unermüdlichen Arbeitseifer konnte die neue Anlage durch Laubenbau und Anpflanzungen bald auf einen beachtlichen Stand gebracht werden.
Der Verein war nun geteilt, einmal die alte Anlage am Hindenburgdamm (heute Rheinlanddamm) mit 43 Gärten und die neue Anlage am Bolmker Weg mit 94 Gärten.

01.09.1939:
Nach dem Kriegsausbruch konnte ein weiterer Ausbau der neuen Anlage nur noch in Selbsthilfe durchgeführt werden. Durch die Kriegseinwirkungen wurde nach wenigen Jahren vieles wieder vernichtet.

12.03.1945:
Der Tag des letzten großen Bombenangriffs. Danach zählte man 35 Bombentrichter und 67 total zerstörte Lauben. 

12.10.1945:
Es fand die erste, außerordentliche Mitgliederversammlung nach dem Krieg im Restaurant "Zum Volmarsteiner Platz" statt. Die Wahlen zum Vorstand erfolgten jetzt wieder nur durch die Vereinsmitglieder. Einstimmig wurde der seit 1937 kommissarisch berufene Vereinsleiter August Weiffenbach zum Vorsitzenden gewählt.

06.07.1947:
Die Mitgliederversammlung beschloss eine völlig neue Satzung. Damit kehrte die Demokratie in das Vereinsleben zurück.

21.08.1948:
Eintragung der ersten Satzung nach dem Krieg, nach weiteren Satzungsänderungen durch die Mitgliederversammlung vom 01.03.1948, kurz nach der Währungsreform in das Vereinsregister beim Amtsgericht Dortmund unter dem Namen "Kleingärtnerverein Sonnenblick e.V."

30.07.1949:
Das 25-jährige Vereinsjubiläum wurde schon gemeinsam in der neuen Anlage gefeiert.

1951:
Der erste Festplatz wurde errichtet.

Brunnen am Vorplatz
Brunnen am Vorplatz

1954:
Die alte Anlage hatte weniger unter den Kriegsereignissen gelitten. Zur Durchführung neuer Baumaßnahmen nach dem Krieg (Bau der Tankstelle vor der Schnettkerbrücke und Errichtung von Wohnhäusern) gab die Stadt das restliche Gelände zur Bebauung frei, und so musste diese Gartenanlage ganz aufgegeben werden.
Nach umfangreichen Planungen wurde mit dem Bau unseres heutigen Vereinsheimes begonnen.

1955:
Nach Fertigstellung des Rohbaus folgte der Ausbau. Das Heim musste mit geringsten Mitteln und nur in Selbsthilfe errichtet werden. Erst Jahre später konnte durch Umbau und Renovierungen eine bessere Gestaltung erfolgen.
Die Emscherwiesen wurden bis zur Grenze unserer Gartenanlage um 5 – 6 m aufgeschüttet, sodass die Entwässerung unserer im südlichen Teil der Anlage tiefer gelegenen Gärten wirkungslos blieb. Der hohe Grundwasserstand beeinträchtigte die Bearbeitung dieser Gärten erheblich.